Am Trapez

  • Brauchtum/Kultur
  • Bühne divers

Sergej Prokofjew war im Jahr 1924 nach mehrmonatigem Aufenthalt im Kloster Ettal eben wieder in Paris angekommen, wo er seit 1920 residierte, da erhielt er einen Auftrag vom Choreografen Boris Romanow: Der wünschte sich für die renommierten Ballets Russes eine sechsteilige, klein besetzte Musik zum Thema »Episoden aus dem Zirkusleben«. Dafür wählte Prokofjew die in diesem Kontext überraschend stimmige,
ansonsten aber eher ungewöhnliche Besetzung mit Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass. Romanows Truppe ging mit dieser Musik 1925 höchst erfolgreich in Deutschland und Italien auf Tournee. Zwei Jahre später eroberte das nunmehr zum Quintett zusammengefasste Stück in Moskau auch das Kammermusikpodium. Eine Wiederaufnahme des Balletts am Bolschoi-Theater 1972 zog sogar eine Verfilmung nach
sich. – Weitere Werke, die das Programm dieses Kammerkonzerts abrunden, sind derzeit noch in Planung.

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Tobias Valentien, Teutoburger Wald Tourismus