Die leisen und die großen Töne
Ein erfolgreicher Dirigent erkrankt an Leukämie und erfährt bei der Suche nach einem Knochenmarkspender, dass er adoptiert wurde und in einem nordfranzösischen Ort einen Bruder hat. Zuerst scheinen der umjubelte Thibaud und der vom Leben nicht beschenkte Hilfsarbeiter Jimmy wenig Berührungspunkte zu haben. Doch dann finden sie eine gemeinsame Basis in der Musik, da Jimmy als Posaunist in einer Blaskapelle spielt. Vor einem lokalen Wettbewerb kommt die Hilfe des Dirigenten gerade recht.
Regisseur Emmanuel Courcol entwickelt seine Geschichte in nie vorhersehbaren Bahnen und beschert dem Kinopublikum unfassbar schöne und berührende Momente – etwa wenn die zwei Brüder gemeinsam am Klavier einfach nur glücklich sind, Miles Davis hören oder Thibaut Jimmy das Dirigieren beibringt.
Eine Mischung aus anrührendem Geschwisterdrama und Komödie vor realistischem sozialem Hintergrund, in der mit viel Emphase die zusammenführende Kraft der Musik beschworen wird. Neben den ausgezeichneten Schauspielern besticht auch die mitfühlende Zeichnung einer abgehängten Region.
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