Trauer bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen

Workshop
Sonstiges

Trauer gehört zum Leben – auch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Doch wie zeigt sie sich? Wie können wir, die Begleitenden, sie erkennen und verstehen? Und wie gestalten wir Begleitung so, dass sie Betroffene stärkt, anstatt ihre Bedürfnisse unbeabsichtigt zu übergehen? Dieses Seminar vermittelt kompaktes Basiswissen zu Trauer und lädt zur Reflexion eigener Erfahrungen und Haltungen im Umgang mit Sterben, Tod und Verlust ein.

Sie lernen die vielfältigen Facetten von Trauer kennen: Trauer als individuelle, lebenslange sowie ganzheitliche Erfahrung und setzen sich mit besonderen Herausforderungen auseinander: missverstandene Reaktionen, abgesprochene Trauerfähigkeit oder verzögerte Trauer. Auch das Todesverständnis in Abhängigkeit von kognitiver und emotionaler Entwicklung sowie biografische Aspekte werden praxisnah beleuchtet.

Ein Schwerpunkt ist eine niedrigschwellige, alltagstaugliche Methode zur individuellen Trauerbegleitung: „Integrative Trauerarbeit – das Vier-Schlüsselkonzept zur individuellen Begleitung“. Anhand von Beispielen entwickeln Sie konkrete Handlungsmöglichkeiten für Ihr Arbeitsfeld.
Zudem wird die Kommunikation mit Angehörigen thematisiert: Wie gelingt ein empathischer, wertschätzender Dialog, auch in konflikthaften Situationen?
Das Seminar verbindet Fachwissen und Praxis – damit Sie Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen achtsam und sicher durch Zeiten von Abschied und Verlust begleiten können.

Inhalte:

  • Trauer als Teil des Lebens und eigene Haltungen im Umgang mit Verlust
  • Basiswissen zu Trauer und ihren verschiedenen Facetten
  • Sensibilisierung für Besonderheiten im Zusammenhang von Trauer bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen
  • Einfluss von kognitiver und emotionaler Entwicklung auf das Todesverständnis
  • Bedeutung biografischer Erfahrungen
  • Kennenlernen und Ausprobieren einer praxistauglichen Methode zur individuellen Trauerbegleitung: „Integrative Trauerarbeit – das Vier-Schlüsselkonzept zur individuellen Begleitung“
  • Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten für den Alltag
  • Empathische und wertschätzende Kommunikation mit Angehörigen in Zeiten der Krise

Zielgruppe: Mitarbeitende der Eingliederungshilfe, Pflege- und pädagogische Fachkräfte sowie alle, die Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen begleiten

Teilnahmebeitrag: 29,- Euro (gefördert aus Mitteln des Landes NRW; Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen inklusive)

Referentinnen:

  • Evelyn Dahlke, Leitung ambulanter Dienst Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh, langjährige Erfahrung in der Eingliederungshilfe
  • Mareike Neumayer, Trauerbegleiterin im Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh, Übersetzerin für Leichte Sprache

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