Wegemeldungen

... wenn es ml irgendwo nicht weitergeht

Empfehlungen für Spaziergänger und Wanderer in Corona-Zeiten

vom Deutschen Wanderverband

Die Bewegung draußen erleichtert das Einhalten von Distanzregeln. Im Vergleich zu vielen IndoorAktivitäten ist hierbei das Infektionsrisiko durch den kontinuierlichen Luftaustausch geringer. Wandern ist gerade in dieser Zeit besonders gesund und fördert Ihr Wohlbefinden.   

 

Grundsätzlich gilt: Informieren Sie sich tagesaktuell über die gültigen Verordnungen Ihrer Landesregierung. Veränderungen sind ständig möglich. Details werden vielfach auf Kreisebene geregelt.

 

1) Unterwegs aufmerksam bleiben Die Hygieneregeln sind auch auf der Wanderung wichtig, daher gilt:

  • Abstand halten, mindestens 1,5 - 2 m.
  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. 
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern. Vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
  • Vermeiden Sie gewohnte Begrüßungsrituale, wie Händeschütteln und Umarmungen etc.
  • Waschen Sie vor und nach der Wanderung Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.
  • Übernehmen Sie sich nicht bei der Auswahl der Wanderung. Bleiben Sie unter Ihrer persönlichen Leistungsgrenze, um sich zu schützen und um die Risiken für Rettungseinsätze zu minimieren.
  • Bitte keine Trinkflaschen, Obst, Müsli-Riegel oder ähnliches teilen. 
  • Denken Sie an die Mitnahme einer Tüte für Ihre Abfälle. Verpackungen, Taschentücher oder genutzte (Einweg-)Schutzmasken finden darin garantiert einen sicheren Platz im Rucksack.
  • Sammeln Sie keinen Müll von anderen Wanderern ohne Schutzhandschuhe auf.
  • Geben Sie Empfehlung zur Hygiene und zum Schutz der Umwelt weiter an Ihre Mitwanderer. 
  • Es gilt der Schutz von allen für alle: Alle Fachinformationen zu Vermeidung des Infektionsrisikos sind auf der Seite des Robert-Koch-Instituts zu finden

 

2) Wegenetz bietet Flexibilität – Heimat bietet Schönheit 

Nutzen Sie die Vielfalt und Flexibilität, die das Netz markierter Wanderwege in Deutschland bietet. Neben den touristisch stark beworbenen Leuchtturmwegen bietet das Netz eine Vielfalt an Touren und Möglichkeiten. Erwandern Sie die Schätze ihrer Heimat. Entdecken Sie unbekannte Kleinode und Plätze abseits der ausgetretenen Pfade und erleben Sie das Wechselspiel der Jahreszeiten in der Natur. 

 

3) Eine Wanderkarte (oder der Teuto_Navigator) eröffnet Raum und Vielfalt

Wenn Sie wandererfahren und sicher in der Orientierung sind, nutzen Sie topografische Wanderkarten. Wanderkarten bilden im Gegensatz zu Apps und vielen digitalen Portalen die Fläche ab und zeigen einen größeren Ausschnitt des markierten Wegenetzes. Die Vorteile sind eine bessere Übersicht aller Wandermöglichkeiten und die Flexibilität bei der Suche nach passenden Alternativen, wenn es zu Engpässen auf der eigentlich geplanten Route kommen sollte. Tipp: Aus einer topographischen Wanderkarte können Sie z.B. die Breite eines Wegs abschätzen.

 

4) Sicherheit für Einsteiger

Für Einsteiger bieten die rund 15.000 km zertifizierten Qualitätswege Wanderbares Deutschland eine breite Auswahl an spannenden Touren und Etappen. Da ausgezeichnete Wege beliebte und stark frequentierte Strecken und Rundwege sein können, empfehlen wir Ihnen, sich bei den Experten vor Ort (Tourist-Informationen, Wandervereine, Nationale Naturlandschaften, Naturschutzzentren) vor Antritt der Wanderung über die erwartete Auslastung zu informieren und ggfs. weniger stark frequentierte Etappen/Wegabschnitte zu wählen.

 

5) Wandern in der Gruppe – unterwegs mit DWV-Wanderführer*innen®

Stück für Stück öffnen die Bundesländer die Möglichkeiten sich in Gruppen mit begrenzter Teilnehmerzahl zu bewegen. Sobald Wandern im Verein/ in Gruppen in Ihrer Region wieder möglich ist, bieten die DWV-Wanderführer*innen® attraktive Touren an, die abseits ausgetretener Pfade verlaufen. Die Gebirgs- und Wandervereine verfügen über kompetente Orientierungsexperten. 

 

6) Tagesetappen als echte Alternative 

Tagesetappen auf Streckenwanderwegen bieten eine sehr gute Alternative zu Rundtouren. Die Etappen sind oft so angelegt, dass sie per ÖPNV gut erreichbar sind.  

 

7) Mobilität - Bus und Bahn bleiben eine gute Wahl

Aktuell macht es Sinn auf Fahrgemeinschaften zu verzichten, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Nutzen Sie, wo möglich, den ÖPNV oder wohnortnahe Angebote, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Wenn Sie das Auto zur Anreise nehmen, meiden Sie besonders stark frequentierte Wanderparkplätze und unterlassen Sie wildes Parken -– zum Wohle der Umwelt und zur eigenen Verkehrssicherheit.

 

8) Richtungsweisend

Wenn stark genutzte Wanderwege einen hohen Pfadanteil aufweisen bzw. Engpässe unvermeidlich sind, achten Sie bitte darauf, ob ausdrücklich nur eine Gehrichtung empfohlen wird und halten Sie sich an diese Empfehlungen. 

 

9) Mit Wanderberatung in den Wanderurlaub

Urlaub mit mehrtägigen Aufenthalten ist bald wieder möglich: Das Wandern wird eine besonders gefragte Urlaubsaktivität sein, auch für Menschen, die bisher nicht oder nur selten gewandert sind. Informieren Sie sich über passende Wanderangebote bei Wandervereinen, Tourist-Informationen, Tourismusverbänden, den Nationalen Naturlandschaften und den Wandergastgebern (Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland).  

 

10) Wanderbares Wissen

Informationen und Inspiration sowie Wissenswertes zum Wandern in Deutschland finden Sie auf www.wanderbares-deutschland.de. 

 

Die folgenden Punkte sind nicht Corona-spezifisch, aber grundsätzlich dringend zu beachten.

 

Sperrungen beachten

Wenn bestimmte Wege oder Flächen, die z.B. wegen Waldarbeiten, zum Schutz von Tieren oder bei Drückjagden gesperrt sind, halten Sie sich an die Einschränkungen. Informieren Sie sich immer im Vorfeld, ob es Hinweise zu Sperrungen gibt (online oder bei der Tourist-Information). 

 

Brandgefährlich

2020 könnte das dritte Jahr in Folge werden, in dem deutlich zu wenig Niederschläge für Natur, Wälder und Landwirtschaft fallen. Er besteht latent die Gefahr von Waldbränden. Bitte beachten Sie die Waldbrandwarnstufen, rauchen Sie nicht im Wald und unterlassen Sie Lagerfeuer oder Grillen im Wald.